Samstag, 12. Februar 2011

One Piece ... Short Story

Er saß nun seit mehr als zwei Stunden an seinem Lagerfeuer in einer kleinen Lichtung auf dem Weg zum Strand. Er starrte seit Sonnenuntergang auf die kleine Flamme die langsam immer größer wurde. Er erinnerte sich zurück. Ihm fielen so viele Sachen seiner Kindheit wieder ein. Aber all das verstummte recht schnell. Die letzten Ereignisse verdrängten alle positiven Gedanken seiner Vergangenheit. Nun war er bereits zwei Tage von seinem Zuhause weg. Er wusste erst gar nicht wo er hin solle. In sein trautes Heim konnte er nicht mehr zurück. Er lief 1 1/2 Tage nur im Kreis. Erst zum Strand, dann Richtung bekannter verlassener Adelshäußer. Hätte er den Weg damals nicht eingetrichtert bekommen würde er wahrscheinlich nicht mal den zehn Minuten Weg vom Anwesen zum Strand finden. Er entschloss sich dann doch beim Strand zu bleiben und den langen Rückweg an zu tretten. "Jaaa ... wir wollten nur ein Picknick machen." Er legte nun endlich seine drei Schwerter vor sich nieder. Funken leuchteten durch die fallenden Zweige wie Sterne am Himmel, bis sie für immer schwiegen. Er erzählte sich abermals die Geschichte wie sie aus seinem Winkel geschah:

Vater wollte meinem Bruder nur zeigen was bei unswerer Aquosmine alles zu beachten sei. Die feierliche Übergab aller Besitztümer war schön in wenigen Tagen. Mein Vater hatte damals gesagt: "Sobald einer meiner Söhne 26 ist, wird er alles übernehmen und ich kann endlich in meinen wohlverdienten Ruhestand gehen..." Hah ... schon witzig! Er hat ihn dann wohl doch nicht so sehr verdient ... hhmm. Ich weis noch meine kleine Schwester wollte an dem Tag umbedingt mit. Mutter hatte nichts dagegen ... damit kam die Idee das wir auf der kleinen freien Fläche vor der Mine ein kleines Picknick machen könnten. Wir sind schon in den Morgenstunden aufgebrochen. Wahrscheinlich würde die Einweisung in die Mine sowieso den ganzen Tag dauern.
Wir kamen bei der Lichtung an. Sie war wirklich ein schöner Fleck. Und das sag ich der eigentlich kein Interesse an sowas hat. Mein Schwester stolperte aus versehen in ein keleines Loch hinein und lief sofort rot an ... weil naja das Top etwas runter rutschte.

Er musste leicht grinsen. Die letzten Äste und Zweige krachten nun auch langsam in sich zusammen. Ein großer Funkenwirbel stieg in die Luft sodass auch ... die Augen etwas schließen musste. Er starrte jedoch weiter in das Glutmeer hinein.

Wir schlugen unsere Decke in mitten der großen Lichtung auf. Die freie Fläche steht jeder Zeit des Tages unter Sonnenbezug. Alles schien beinah als würde es leuchten. Die Wiese war von einigen kleineren Vertiefungen gezeichnet wurden, als damals die Bergarbeiter mit ihren Geräten versuchten irgendwie in den Berg reinzukommen. Inzwischen ist alles wieder mit einem leuchtenden grün zugewachsen. Eine leichte Brise liegt immer über dieser Lichtung ... ich glaube andernfalls wäre es in der Sonne auch kaum aushaltbar gewesen. Hinter der Lichtung war ein kleiner Fluss der sich von einem Ende Silent Beach's zum anderen zog. Dieser verlief nur zufällig an der Mine vorbei. Wir haben, als meine Bruder und ich noch ganz klein waren, mit unserem Vater eine schöne, gebogene Holzbrücke über den Fluss gebaut. Wir aßen gemütlich zu Früstück und ich war mal wieder erstaunt wie viel meine Schwester doch runter schlingen konnte. Sie war schlank und hatte eine ... gute Figur. Ich mein klar wir waren eine Adelsfamilie wahrscheinlich auch die reichste durch die Mine aber so genau nahmen wir das im engeren Kreis dann doch nicht, was das mit der Menge des Essens anging. Aber so genau muss ich sagen, habe ich mich auch nir mit den einzelnen Reichtümern der Adelsköpfe auf der Insel befasst. Mich interessierte immer mehr die Bau und Schmiedekunst ... und halt auch die Hintergründe der einzelnen Adelsfamilien. Inzwischen verstehe ich auch ihre Vorgehensweisen und kann ihnen eigentlich immer einen Schritt voraus sein.

Er versucht sich immer wieder mit Abschweifungen von den eigentlichen Gedanken loszureißen. Leider klappt es dann doch nicht.

Hah ... ich weis noch wie Vater meinen Bruder in eines der Löcher schlug. Er wollte ihn eigentlich nur die Faust vor den Brustkorb schlagen, um ihn zu sagen er solle nun mitkommen, es erwarte sie noch viel Arbeit. Er verlor das Gleichgewicht und segelte geradewegs in eine etwas größere Vertiefung. Ein herrliches Bild. Er stand wieder auf und folgte Vater in die Mine. Meine kleine Schwester lachte immer noch. Sie war inzwischen schon 16 und ja verdammt sie sah wirklich gut aus! Sie riss sich nun langsam wieder zusammen trank ihren Tee. Wir redeten nich eine ganze Weile über meine Zukunft besonders wegen der Schmiede welche direkte neben unsererm Anwesen stand. Ich hätte sie auch bekommen. War alles schon mit meinem Bruder abgesprochen. Im Prinzip hatte ich alles was ich haben wollte. Es gab sogar eine wirklich geiles Mädchen in ungefähr fünfzig Minuten Entfernung. Wäre ein leichtes gewesen sie zu angeln. Tja ... wäre schön gewesen ...

Er stöcherte ein bisschen in der Glut herum, was eigentlich sinnlos war, er aber für das richtige hielt.

... bis diese verdammten Piraten kamen! Meine Schwester spukte vor Schreck ihren Tee aus. Und rief nur noch: "Da..." Ich zog Mutter rauf, weil sie scheinbar nicht richtig glauben wollte und meine Schwester rannte bereits richung Mineneingang. Ich schickte Mutter hinterher. Die Piraten rannte auf uns zu. Sie waren nicht mehr weit entfernt. Meine Schwester drehte sich am Eingang nochmal um. Ich gab ihr den Wink hinein zu gehen und drehte mich um.
Ich zählte neun Piraten, die in knappen Abständen von einander auf mich zu rannten. Ich hatte nur meine Fäuste und ich schaffte es auch zweien gehörig eine zu verpassen, bevor sie mich einfach überranten.
Sie wollten mich an einen einzelnen Baum in der Nähe fesseln aber ich werte mich anständig ... zumindest solange bis mir einer der Piraten mit dem Kolben seiner Pistole eine überzog.
Ich muss schon nach kurzer Zeit wieder aufgewacht sein, da sie mit ihrem Knoten noch nicht ganz fertig waren. Ich sah in mittlerer Entfernung zwei die ein paar kleine Kisten zum Eingang der Mine brachten. Ich dachte: "... wahrscheinlich Werkzeug zum Abbau oder sowas in der Art." Zwei weitere Standen in geringerer Entfernung zu mir. Sie sollten mich wohl bewachen, beachteten mich jedoch kein bisschen. Das dumme war nur, Vater hatte mir zwar mal beigebracht we man sich richtig entfesselt aber der Knoten war wirklich gut! Ich brauchte noch ein bisschen bis der Knoten nach gab. Drei andere sind in die Mine gegangen um vermutlich meine Schwester und meine Mutter heraus zu bringen. Sie hatte ja keine Ahnung das mein Vater und mein Bruder ebenfalls da drinnen waren. Mir ist sowieso schleierhaft ... ne oder ... ?

Da fiel ihm wieder ein kleiner Handelskonflikt mit einem anderen Adligen hier auf Silent Beach ein. Dieser wollte die Mine um jeden Preis haben. " Da muss ich denen wohl noch einen kleinen Besuch abstatten! zum Glück hab ich alles was nicht schnell vergeht von daheim mitgenommen." Er schaute was noch übrig war ... nichts! Nun musste er wohl auf seine Tagesrationen zu greifen.

Jetzt weis ich wer dafür verantwortlich ist. Mit ihm wird es qualvoller zu Ende gehen als das es meiner Familie ergehen musste. Er wird nicht von Tonnen Aquos und Gesteinen zerquetscht ... nein. Diese verdammten Piraten wollten ihn sowieso hintergehen. Sonst hätten die anderen zwei Bastarde sie nicht gesprengt. Typisches Piratenmotto. Was ich nicht haben kann darf keiner haben. Vermutlich sind andere Piraten oder die Marine auf der Insel angekommen. Die letzten zwie kamen mit zwei kleinen Kisten angerannt und schrien: "Sie kommen." Die Kisten hatten jeweils ein Stiel oben drauf. Bevor ich erkannte was es war betätigten sie die Kisten und ... *BUMM* die Mine krachte in sich zusammen. "NNNEEEIIINNN ..." In dem Moment löste sich der Knoten und ich rannte auf die zwei zu. Sie schauten erschrocken mit leicht gedrehten Kopf auf mich zu. Sie hatte wirklich Angst. Ich schlug den einen gegen die Schläfe, entwaffnete den anderen und stach ihm im vorbeigehen seine eigene Klinge in den Rücken. Die anderen rannten weg. Da kamen wohl anderen die auch viel mehr Leute hatten. Mit tränen in den Augen rannte ich in Richtung meines Zuhause. Es gab wirklich keine Chance das sie überlebt haben könnten. Der Tunnel wurde im Falle einer Eroberung mit Sprengstoff versehen, welcher auf ein bestimmten Reiz hin explodiert. Irgendwo gab es eine Fehlfunktion. Ich hörte wie eine Sprengladung nach der anderen hoch ging. Ich wurde von Hass erfüllt. Unser Anwesen war etwas außerhalb aller bekannten Wege. Ich hatte zwar einen sehr schlechten Orientierungssinn aber das kannte ich zum Glück auswendig. Ich trat hinein, ging ins Zeremonienzimmer, in dem ja die feierliche Übergabe in den nächsten Tagen stattfinden sollte, und ging an meines Vaters Tresor. Ich habe ihn vor langer Zeit mal bei der Eingabe beobachtet und mir die Öffnungskombination gemerkt. Ich weis noch wie erstaunt ich war! Es war in drei Fächer unterteilt. Das Fach meines Bruders in dem ein Kama und die Urkunde der Überstellung lag, mein Fach in dem ein Kama nach MBR lag und ein Schlüssel lag und das meiner Schwester in dem ebenfalls ein Kama, zwei Aquos Steine, Rosenquarze und andere Utensilien lagen. Ich nahm alles mit.
Vor jedem Zimmer hangen Bänder in jeweils anderen Farben welche von den Vatern an die Kinder nach der Geburt weitergegeben werden. Ich band die Bänder meiner Eltern an meines, das meiner Schwester an ihres und das meines Bruders an seines. Meines band ich an meinen rechten Oberarm direkt an das Ende meines T-Shirts und schwor Rache!!!
Ich klemmte mir alles Essbare was haltbar war unter die Arme und ging zur Schmiede, steckte den Schlüssel hinein drehte um und packte alles in die Taschen und Kisten die rumstanden.

"Und so kam ich dann langsam hier her. Mal sehen ob mich mein jetziges Ziel eine Perspektive aufzeigt ... aber für mich zählt im Moment nur die Umsätzung meiner Rache!!!"
:er weis jedoch immer noch nicht vor was die Piraten flohen ... es war ihm auch egal!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen